Change of hearts

Aktualisiert: 22. Jan. 2019

Wissen Sie was Ihr Kind einmal werden möchte? Wahrscheinlich hat ihnen ihr Kind schon die Ohren vollgebrabbelt, was er als nächstes werden will. Und diese teuren Kostüme zu Fasching und Halloween, auf die er besteht, schließlich wird er Polizist, Feuerwehrmann oder neuerdings Spiderman! Wenn sie ein Mädchen haben, dann Prinzessin, aber Prinzessin ist kein Beruf, thisch isch a Way of Life!


Als mein Sohn sieben Jahre alt war wusste er genau was er werden will. Genau! Polizist!

Damals kam ein Polizist sogar mal in die Schule und mein Sohn war total begeistert von seiner Uniform, den Handschellen, die an der Hose hingen und ganz besonders der Waffe.

Er stellte sich zu ihm hin und fragte: „Darf ich mal mit Ihrer Pistole schießen?“

Der Polizeibeamte stotterte nur ein: „Nein, nein.“, raus.

Aber ein Polizist auf Streife braucht ja auch ein Auto. Mein Sohn kann sich nicht entscheiden, nimmt er einen Pkw Oder doch besser so einen Bus mit Panzerglas.

Zudem will er der Fahrer sein, aber „der kann ganz leicht im Einsatz erschossen werden.“, sagte mein Sohn. Deswegen versteckt er sich lieber im Kofferraum, falls eine Schießerei stattfindet. Sportlich muss solch ein Polizist sein und wie 007 über Dächer springen. Mein Sohn mag es gar nicht zu rennen. Er war beim Möhrenlauf der Letzte, weil er gemächlich joggte. Ich versuchte ihm zu erklären, dass ein Geheimagent unbedingt sportlich sein muss und Ausdauer besitzen sollte, wenn z.B. ein Gangster in eine enge Gasse läuft, dann kann ein Polizist nicht mit seinem Auto einfach so durch fahren. „Dann nehm ich den Hubschrauber.“, sagte er.


Von nix kommt manchmal doch etwas


Wenn man Angestellter ist, dann kann man nicht tun, was man möchte, ja so sieht die Realität für viele Erwachsene aus. Nach einer Befragung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2017 ergab, dass etwa nur 33% der Bevölkerung in Deutschland zufrieden mit ihrem Job sind. Dem Rest ist das Geld wichtiger, welches er auf der öden Arbeit verdient. Die Job-Wahl ist eben eine  ernstzunehmende Herzensangelegenheit.





Zuhören! Nicht nur hinhören!


Auch wenn es noch einige Jahre dauert, jetzt schon zu hören was mein Kind sich unter seinem Wunschberuf vorstellt war und ist eine spannende und lustige Angelegenheit.

Und was erzählt ihr Kind so? Er ist sinnvoll besser zu zuhören was das eigene Kind werden will als nur hinzuhören, was es sich diesmal in den Kopf gesetzt hat.

Denn bereits in der Kindheit legen wir den Grundstein für unser späteres Berufsleben. Die Kinder die bereits von klein auf wissen, was sie später werden wollen, haben es im Erwachsenenleben leichter, weil sie dann den Job nachgehen, denn sie lieben, den sie schon immer machen wollten. Ein Kind ohne Träume wird dann BWL studieren oder wird Ingenieur von irgendwas oder wenn die Eltern die Talente des Kindes überhaupt nicht gefördert haben, dann Kaufmann. Aber gute Nachricht! Es gibt ein breites Spektrum von diesem Beruf. Man kann BankKAUFMANN werden, HotelKAUFMANN, KAUFMANN im Einzelhandel oder was Berufenet sonst noch hergibt.


Talente fördern, statt nur ausbilden


Früher hat man eine Ausbildung gemacht, wo das Talent ersichtlich war. Man wurde auf eine Sache spezialisiert. Schreiben – Zeichnen – Singen… Talentausbau nennt man sowas. Heute gibt es Ausbildung, wo man drei Jahre beigebracht bekommt, wie man die Arbeit für seinen Chef verrichten muss. Das hat dann nichts mehr mit Spaß zu tun und Talente werden zu Hobbys in der Freizeit.

Da hatten es Michelangelo, Da Vinci und Picassos besser, denn Ihre Eltern haben Ihnen eine Künstlerausbildung ermöglicht, weil sie gesehen hatten, dass diese Jungs künstlerisch begabt sind. Heute macht Ihre Tochter eine Lehre als Immobilienkauffrau, weil sie ein Talent hat Wohnungen zu vermieten.

Hätten die Eltern zugehört, dann hätten sie vielleicht herausgefunden, dass das Kind ein anderes Talent hat. Jedes Kind ist etwas besonderes und wird mit einer Gabe, einem Talent auf die Erde geschickt. Amen! Klingt spirituell, aber nur weil es nicht in Ihr Realitätsbild hineinpasst.

Gelinde gesagt, unsere Aufgabe als Eltern ist ein Talent zu erkennen und das Kind darin zu unterstützen. Sie kennen doch alle die Geschichte mit Herrn H. Der wurde nicht in seiner künstlerischen Begabung gefördert und wurde letztendlich Politiker und zu was das führte wissen wir ja…

Erinnern Sie sich doch mal an was sie in der Kindheit werden wollten!

Und was sind Sie geworden?


Anastasia Weimer

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